Erste Demonstration gegen die Schließung der Ilseder Grundschulen
 

Nachdem die Elternvertreter der Grundschule für den 19. April d.J. eine Demonstration organisiert hatten, wurden die Schüler und Eltern entsprechend informiert. Auch die Elternvertreter im örtlichen Kindergarten wurden eingeschaltet. Im Übrigen wurde die bevorstehende Demonstration über die Presse angekündigt (siehe folgende Pressemeldungen).

Flyer - Presse 3 - Presse 4

Die Demonstration wurde durch Susanne Steindam (Schulelternratsvorsitzende der Groß Ilseder Grundschule) pflichtgemäß angemeldet (muss alles seine Ordnung haben!) und mit Unterstützung vieler Eltern und Kinder, die Transparente und Schilder bastelten, vorbereitet.

 

Die Elternvertreter der anderen Grundschulen in der Gemeinde wurden ebenfalls informiert, da es letztlich nicht nur um den Grundschulstandort Groß Ilsede geht. Es sollte auch eine Demonstration gegen die Politik der Grundschulschließungen insgesamt sein.

Am Tag der Demonstration sollte der Ilseder Verwaltungsausschuss tagen, das nicht öffentliche Gremium, das das zweifelhafte Gutachten befürwortet hatte. Der Ausschuss sollte an diesem Tag über einen Antrag der Grundschule Groß Ilsede entscheiden, als „Offene Ganztagsschule“ (Grundschule mit Nachmittagsangebot) genehmigt zu werden. Ein „Nein“ hätte bereits den Anfang des Endes der Grundschule bedeutet, ein „Ja“ hätte den Schulstandort gestärkt.

Tag der Demonstration

Der Tag der Demonstration wurde mit Spannung erwartet. Wie viele würden kommen und würde es vielleicht in Strömen regnen? Würde die angemeldete Teilnehmerzahl von 200 erreicht werden? Wie viele Eltern würden ihren Arbeitsplatz früher verlassen können, um an der schon um 16 Uhr stattfindenden Demonstration teilzunehmen?

Sie kamen schließlich in großer Zahl. Die Anzahl der Demonstrationsteilnehmer wurde von der Presse auf 400-500 Eltern, Kinder und Bürger geschätzt!

Es gab nicht nur unzählige Transparente und Schilder auf denen die Demonstrierenden ihren Unmut zum Ausdruck brachten, sondern auch ein beeindruckendes Pfeifkonzert und unablässiges Trommeln auf Dosen, Topfdeckeln und anderen geeigneten Gegenständen.

Hinweis: Weitere Bilder unter http://www.nibis.ni.schule.de/~ghsilse/0-seiten/img-2005-demo.htm

Die Mitglieder im Verwaltungsausschuss trafen auf eine für sie sicherlich unerwartet große Anzahl laut protestierender Bürger. Lediglich der stellvertretende Bürgermeister Hipke fand Worte, mit denen er sich an die Menge wandte. Er beteuerte, dass alles noch offen sei und dass noch keine Entscheidungen über konkrete Schließungen getroffen seien. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Hahn, der neben Herrn Hipke stand, äußerte sich zu der Menge mit keinem Wort. Da diese Sitzung nicht öffentlich war, verweilten die Demonstrierenden noch lange vor dem Gebäude.

Später wurde bekannt, dass der Verwaltungsausschuss den Antrag der Grundschule auf Genehmigung als Grundschule mit Nachmittagsangebot befürwortet hat, jedoch unter der Bedingung, dass damit keine Zusatzkosten für die Gemeinde entstehen. Der Verwaltungsausschuss stellte ferner klar, dass in der Genehmigung keine Bestandsgarantie für die Groß Ilseder Grundschule zu sehen sei.

Die Teilnehmer werteten die Demonstration insgesamt trotzdem als Erfolg. Es war wahrscheinlich die größte Demo engagierter Bürger, die jemals vor dem Rathaus stattgefunden hat. Die Teilnehmer sind sich einig, dass weitere Demonstrationen folgen werden, wenn sich die Ilseder Schulpolitik nicht ändert. Ferner sind sie der Meinung, dass solch wichtige Themen wie Schulschließungen in Zukunft nicht hinter verschlossenen Türen in nichtöffentlichen Sitzungen behandelt werden dürfen.

Die Presse berichtete ausführlich von den Geschehnissen am Rathaus:

Presse 5 - Presse 6

 
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