Protest bei der Ratssitzung
 

Zwei Tage nach der Demonstration machten viele Bürger ihrem Ärger über die drohende Schulschließung bei der folgenden öffentlichen Gemeinderatssitzung Luft. Über 100 Eltern und Bürger drängten sich im großen Sitzungsraum und nutzten die Einwohnerfragestunde, um ihre zahlreichen Fragen loszuwerden. Nachdem sie der Aufforderung Folge geleistet waren, auffällige Kleidungsstücke abzulegen und Transparente einzurollen sowie von Klatschen und Missfallensäußerungen abzusehen, konnten auch die Elternvertreter der Grundschule Groß Ilsede dem Rat ihre konkreten Fragen stellen. Leider waren die Antworten wenig aussagekräftig.

Die Vertreter der Mehrheitsfraktion SPD machten jedoch deutlich, dass pädagogische Aspekte bei der Schulneuordnung für sie keine Rolle spielen. Sie würden sich in diesem Zusammenhang lediglich mit Planungs- und Haushaltsfragen beschäftigen.

Und das Ergebnis der Sitzung?

Der Rat lehnte es ab, das in Auftrag gegebene Gutachten zurückzuziehen. Es gab jedoch einige Teilerfolge:

  1. Die Grundschule Groß Ilsede wurde vom Rat als Grundschule mit Nachmittagsangebot genehmigt (jedoch ohne Bestandsgarantie).
  2. Der Rat stimmte zu, dass in Zukunft über die Schließung von Schulen nicht in den nichtöffentlichen Verwaltungsausschusssitzungen sondern in den öffentlichen Ratssitzungen beschlossen werden soll.
  3. In der nächsten Verwaltungsausschusssitzung soll darüber beraten werden, die Groß Ilseder Grundschule in die Planung der neuen Schullandschaft wieder mit einzubeziehen und den Auftrag an das Planungsbüro entsprechend zu ändern. Demnach würden erstmals alle Grundschulen gleichrangig auf dem Prüfstand stehen.

Der Ausgang der nächsten wichtigen Verwaltungsausschusssitzung am 10. Mai 2005 sowie der darauffolgenden Ratssitzung am 9. Juni 2005 werden entsprechend mit Spannung erwartet.

Die Presse berichtete über die Ratssitzung:

Presse 7 - Presse 8

 
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